Was ist Nah Infrarot Spektroskopie (NIR)?

Die NIR-Spektroskopie ist eine weitverbreitete Methode für die qualitative und quantitative Analyse überwiegend organischer Substanzen.

Dabei wird die zu untersuchende Probe mit Licht im nahinfraroten Spektralbereich beleuchtet. Dieses Licht dringt in die Probe ein und wird dort teilweise und abhängig von der chemischen Zusammensetzung der untersuchten Probe an unterschiedlichen Wellenlängen absorbiert. Das zurückgestreute bzw. transmittierte Licht wird im Spektrometer spektral zerlegt und detektiert. Das ermittelte Spektrum wird mittels mathematischer Methoden normiert und für die Identifikation verwendet.

Grenzen des NIR Messprinzips liegen in der Identifikation geringer Verunreinigungen (im Bereich < 1%) sowie bei der Identifikation anorganischer Substanzen.

Als nahes Infrarotlicht (NIR) bezeichnet man den Wellenlängenbereich von etwa 800 nm bis 2500 nm. Ohne Probenvorbereitung und Substanzverbrauch erhält man mit der NIR-Spektroskopie in Sekundenschnelle Reflexionsspektren bei Feststoffen und Transmissionspektren bei Flüssigkeiten, die Informationen zur Molekülstruktur enthalten. Teilchengröße, Polymorphie und Feuchtigkeit können die Spektren beeinflussen. Der chemometrische Vergleich mit den Daten einer validierten Referenzbibliothek führt zur Aussage „identisch“ oder „nicht identisch“. 

Die NIR-Spektroskopie ist als allgemeine Methode im Europäischen Arzneibuch (2.2.40) enthalten und damit eine anerkannte pharmazeutische Regel, nach der Substanzen in der Apotheke zu prüfen sind. 


Ist die NIR Spektroskopie eine Arzneibuch Methode? Ja - Im Kapitel 2.2.40 des EuAB wird die Methode beschrieben . „und ist seit vielen Jahren in der Pharmazeutischen Industrie u.a. zur Identitätsprüfung, aber auch zur Inprozesskontrolle, weit verbreitet."